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elmontedream

 Alter: 63 Anmeldungsdatum: 08.12.2005 Beiträge: 1103 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 02.08.2007, 22:16 Titel: |
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Ja, Christa ... hoffentlich hilft Daumendrücken, denn der Kleine bereitet uns noch immer ziemliche Sorgen.
Gegen Mittag sind wir heute vom Horst zurückgekommen. Der Kleine lag in der Nestmulde - nur das Köpfchen war zu sehen. Der Brutstorch stand auf dem Schornstein der Kirche und beobachtete den Kleinen - zumindest erschien uns das so ... Wir sprachen mit dem Grundstücksbesitzer, ob der Youngster noch ausreichend gefüttert wird. Er meinte: die Altstörche kommen zwar, aber er konnte kaum mehr eine Fütterung erkennen.
Nun - wir haben jetzt sicherheitshalber den zuständigen Storchenbetreuer kontaktiert. Er teilte unsere Vermutung, dass es sich bei dem Kleinen evtl. auch um eine Nachbrut handeln könnte, denn im Juni wurden ihm vom Horst Waßmannsdorf schwere Horstkämpfe gemeldet, bei denen evtl. das Erstgelege zerstört wurde. Dass der Jungstorch kaum noch gefüttert wird, konnte er sich nicht vorstellen - zumal sich die Altstörche noch in Horstnähe aufhalten würden. Er würde morgen zum Horst fahren und den Kleinen beobachten - heute hätte er leider keine Zeit. Wir sollten uns keine Gedanken machen - es würde schon alles seinen richtigen Weg gehen, denn die Jungstörche könnten bis September, ja, sogar bis rein in den Oktober flügge werden und noch ziehen. Schließlich kenne er sich mit Störchen aus und würde sie schon seit 1959 beobachten.
Ganz zufrieden waren wir nicht mit dieser Auskunft, werden mit ihm aber auf jeden Fall morgen erneut telefonieren, nachdem er den Horst beobachtet hat.. Uns will auch nicht in den Kopf: ein Nachgelege noch im Juni? *grübel* Dann wäre der Kleine erst ca. 4 Wochen alt - und dann schon ein so ausgeprägtes Gefieder??? Aber da der gute Mann das nun schon 50 Jahre macht, ist es bestimmt bei ihm in guten Händen, und es wird seinen geregelten sozialistischen Weg gehen .
Nun ja - wir berichten weiter. |
_________________ Liebe Grüße von Heidi
Freunde sind wie Sterne. Man kann sie nicht immer sehen, aber man weiß, dass sie da sind. |
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ute


Anmeldungsdatum: 07.12.2005 Beiträge: 14348 Wohnort: Untergruppenbach
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Verfasst am: 03.08.2007, 06:23 Titel: |
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Danke Heidi für den ausführlichen Bericht. Dann wollen wir mal hoffen, dass der gute Mann recht hat und er sich auch kümmert.
Lb.Gruß an Bernd!!  |
_________________ liebe Grüße
Ute
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idefix

 Alter: 56 Anmeldungsdatum: 17.12.2005 Beiträge: 24107 Wohnort: Spremberg
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Verfasst am: 03.08.2007, 06:56 Titel: |
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Da bin ich jetzt aber auch nicht gerade beruhigt. Hoffentlich kümmert er sich auch wirklich drum! Danke Heidi! |
_________________ Liebe Grüsse
Brigitte
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elmontedream

 Alter: 63 Anmeldungsdatum: 08.12.2005 Beiträge: 1103 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 07.08.2007, 20:54 Titel: |
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Waßmannsdorf
Ein paar Tage habe ich mich jetzt nicht zu Worte gemeldet. Ich wollte erst mal das Ergebnis der zwischenzeitlich geführten Gespräche abwarten, was mit dem Kleinen nun geschehen soll. Die Verhandlungen sind zwar noch immer nicht abgeschlossen, aber ich habe kaum noch Hoffnung, dass der Kleine vom Horst geholt wird. Die Verhandlungen waren bisher einfach niederschmetternd.
Natürlich ist es problematisch, den Youngster in dem Alter aus dem Horst zu holen ... ist mir ja auch klar ... und ich verstehe auch das Argument: was, wenn der Kleine nicht in Akinese fällt, sondern abspringt, sich dann zusätzlich verletzt oder dabei gar zu Tode kommt? Was sagen DANN die Leute dazu?! Und dann die Bergungskosten ... der Hubwagen ...
Ich verstehe ja auch diese Argumente. Doch aber was soll nun aus dem Youngster dort oben werden?? Er leidet doch!!!
Andererseits meine persönliche Überlegung: wie soll bei geglückter Bergung die Hilfe aussehen?? Sicher - das sollte nicht meine Sorge sein ... Doch ich kann mir kaum vorstellen, dass der Youngster jemals gesund, überlebensfähig, wird. Aber er soll doch dann wenigstens nicht mehr so leiden, sondern notfalls erlöst werden. Sicher ... das erledigt die Natur dort oben früher oder später auch - aber mit welchen Qualen ... muss das wirklich sein???
Vorhin hat die Grundstücksbesitzerin sogar mit dem Bürgermeister gesprochen, der ihr versicherte, dass er mit dem Storchenbetreuer (... der das schließlich schon seit 50 Jahren machen würde (!) und sogar Landesbeauftragter ist, wie mir gegenüber im Gespräch der Storchenbetreuer extra betonte) der für Waßmannsdorf zuständig ist, ebenfalls noch mal reden würde.
Ich könnte heulen, wenn ich das kleine Kerlchen da oben auf dem Horst sehe, das einen verschobenen Kopf durch ein zugeschwollenes Auge und auch einen irgendwie verschobenen Körper hat und sehr inaktiv ist. Für mich ist es jedenfalls nun kein Wunder mehr, dass der Youngster mit dieser Problematik keine Lust auf Flügeltraining hat und statt dessen so viel liegt!
Gefüttert wird er wohl nur noch morgens und abends - ebenso lahnt der Kleine auch kaum noch, wenn ein Elternteil in der Nähe ist. Das haben mir heute die Grundstücksbesitzer nochmals versichert. Nur 2 x über den Tag verbreitet hat er heute seine herrlichen Flügel ganz weit ausgestreckt um sie gleich darauf wieder zusammenzufalten und sich zu hinzulegen.
Ich habe auch noch einmal in meine Unterlagen geschaut: der Youngster entstammt definitiv aus keinem Nachgelege, sondern wurde in der regulären Zeit aufgezogen - müsste demnach schon längst flügge sein.
Unserer Meinung nach sollte recht schnell gehandelt werden. Nur ... weiß ich keinen Rat mehr, wie ... ;( ;( - zumal die Sache mit dem Köpfchen von Tag zu Tag schlimmer wird wie man sicher wohl auch anhand der Bilder erkennen kann.
Die Storchenmama ...
... die von Anfang an den Kleinen unentwegt beknibbelt, wenn sie bei ihm ist
Sieht so etwa ein gesundes Störchli aus??
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_________________ Liebe Grüße von Heidi
Freunde sind wie Sterne. Man kann sie nicht immer sehen, aber man weiß, dass sie da sind. |
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Helga Sp

 Alter: 64 Anmeldungsdatum: 08.12.2005 Beiträge: 988 Wohnort: Klagenfurt/Österreich
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Verfasst am: 07.08.2007, 21:07 Titel: |
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| Oh Gott,das arme Störchlein,und es ist wirklich schwer zuzusehen,wenn man nicht weiß,WIE man helfen kann..wie man es auch macht,wird es falsch sein....und die Augen,das erinnert doch sehr stark an die Bornheimer Störchin oder täusche ich mich da?...es ist zum verrückt werden ,man möchte gern helfen und weiß nicht wie..ich hoffe und drücke die Daumen,daß eine Lösung gefunden wird... |
_________________ Liebe Grüße Helga Sp |
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ute


Anmeldungsdatum: 07.12.2005 Beiträge: 14348 Wohnort: Untergruppenbach
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Verfasst am: 08.08.2007, 07:51 Titel: |
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Danke Heidi für die Info, die mich sehr traurig macht!!
Hoffentlich gibt´s doch noch Hilfe für den Kleinen! |
_________________ liebe Grüße
Ute
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Malea

 Alter: 38 Anmeldungsdatum: 10.12.2006 Beiträge: 11881 Wohnort: Frankfurt/Main
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Verfasst am: 08.08.2007, 08:32 Titel: |
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Danke Heidi, das ist wirklich traurig, und man sieht das der Kleine nicht gesund ist, hoffentlich kann man ihm doch irgendwie noch helfen!  |
_________________ Liebe Grüsse Gabi
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idefix

 Alter: 56 Anmeldungsdatum: 17.12.2005 Beiträge: 24107 Wohnort: Spremberg
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Verfasst am: 08.08.2007, 10:26 Titel: |
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Heidi, das macht mich jetzt furchtbar traurig Aber ich hatte schon die Befürchtung, dass er nicht gesund ist. Um ihn runter zu holen, dürfte das entsprechende Fahrzeug nicht zu dicht ran und dann müsste man ein Netz drüber werfen. Das müsste man aber vorher mal auf dem Boden unten üben, denn es muss auf Anhieb klappen. Das ist ja dasselbe Drama wie im vorigen Jahr in Vetschau Sowas darf sich doch nicht nochmal wiederholen, wenn man davon weiss! Und wenn es sein muss, würden bestimmt auch einige ein paar Euro spenden, damit die Aktion finanziert werden kann. Es muss nur bekannt gemacht werden. |
_________________ Liebe Grüsse
Brigitte
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ute


Anmeldungsdatum: 07.12.2005 Beiträge: 14348 Wohnort: Untergruppenbach
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Verfasst am: 08.08.2007, 10:27 Titel: |
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Da schließe ich mich Brigitte´s Aussage voll an!!  |
_________________ liebe Grüße
Ute
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elmontedream

 Alter: 63 Anmeldungsdatum: 08.12.2005 Beiträge: 1103 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 09.08.2007, 20:49 Titel: |
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Nach erneuten etlichen Gesprächen wurde uns schließlich von Dr. Kaatz senior geraten, die Untere Naturschutzbehörde einzuschalten.
Durch lange, letztendlich aber erfolgreich geführte Verhandlungen unserer beiden Storchenfreunde Simone und Achim mit der Unteren Naturschutzbehörde, bekamen wir Grünes Licht, dass der Youngster endlich geborgen werden darf - aber nur, wenn keinerlei Kosten entstehen würden!
Sofort setzten wir uns mit den Grundstücksbesitzern, auf deren Grundstück der Horst steht, in Verbindung, dass sie sich bitte mit der Freiwilligen Feuerwehr zwecks Terminvereinbarung in Verbindung setzen möchten.
Um 18.15 Uhr sollte nun die Bergung durch die Freiwillige Feuerwehr stattfinden.
Gleich vorweg: alles ist großartig gelaufen!
Nachdem Simone und Achim bei uns zuhause ankamen, sind wir zusammen sofort zum Horst gefahren. Die Freiwillige Feuerwehr kam kurz nach uns mit ihrem neuen großen Einsatzfahrzeug. Bevor sie aber mit dem großen Wagen auf die Auffahrt fahren konnten, mussten sie erst mal ein paar dicke Äste von einem Baum sägen, der am Dorfteich gleich nebenan steht. Dann war es so weit:
Die Leiter wurde hochgefahren, an dessen Ende sich der Korb befand, in dem ein Feuerwehrmann stand um den Kleinen zu bergen. Zu dem Zeitpunkt, als der Korb sich auf gleicher Höhe zum Nest befand, stand gerade der Youngster mit dem Rücken zum Geschehen im Horst. Wir befürchteten schon das Schlimmste. Aber er rührte sich nicht vom Fleck, drehte sich auch nicht um, gar nichts. Mit ganz behutsamen Bewegungen gelang es dem Feuerwehrmann, dem Kleinen ein Tuch über den Kopf zu legen und zu ergreifen. Er wehrte sich nicht ein bisschen.
Unten angekommen, sahen wir, dass seine beiden Augen, wovon das Rechte wieder etwas offen war, recht stark tränten. Als Erstes gaben wir ihm gleich etwas Wasser zum Trinken. Natürlich ging davon noch die Hälfte daneben, denn so ein Störchli ist ja schließlich kein Flaschenkind.
Der Kleine blieb auch weiterhin ganz ruhig - kein Fluchtversuch.
Gleich anschließend übernahm Simone den Kleinen, setzte sich mit ihm auf den Rücksitz ..., und ab ging die Fahrt - aber erst mal nur bis zur nächsten Tankstelle. Schließlich war es noch ein weiter Weg bis zum Storchenpflegehof Papendorf ...
Während Achim tankte und Simone dann zur Kasse ging, durfte ich den Kleinen halten. Was war das für ein zartes Störchli ... ein richtiges Leichtgewicht. Achim gab dem Kleinen nochmals die Flasche, wobei ich zwar beinahe ein Vollbad nahm ... aber der Kleine konnte es dennoch schon viel besser als beim ersten Versuch und schluckte ordentlich.
Inzwischen hatte Simone schon mit Jens telefoniert und veranlasst, dass er nun die Tierärztin informieren kann, damit sie sich noch heute den Kleinen anschaut.
Anschließend kam der Kleine wieder zur Simone auf die Rücksitzbank, Achim fuhr los und wir vorneweg bis zur Autobahnauffahrt, Richtung Papendorf ...
Wir danken Simone und Achim für ihre Unterstützung - für ihre langen Verhandlungen mit der Unteren Naturschutzbehörde und dass sie umgehend den Kleinen nach Papendorf bringen.
Aber wir danken natürlich auch den Grundstücksbesitzern, die sich mit der Freiwilligen Feuerwehr in Verbindung gesetzt haben - und vor allem aber der Freiwilligen Feuerwehr für ihr unbürokratisches und sehr sensibles Handeln, dass es möglich gemacht hat, dem Youngster eine adäquate Versorgung zukommen zu lassen.
Wir wünschen dem Kleinen, dass er wieder ganz gesund wird und sich hoffentlich dann im nächsten Jahr auf den "großen Zug in den Süden machen kann. |
_________________ Liebe Grüße von Heidi
Freunde sind wie Sterne. Man kann sie nicht immer sehen, aber man weiß, dass sie da sind. |
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